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Der MOOC-Trend behält seinen Schwung: Gerade ist der MOOC Maker Course (#MMC13) offiziell zu Ende gegangen (bei dem es für mich wieder mal nur für sporadische Teilnahme reichte), da wird ein weiterer deutschsprachiger MOOC angekündigt, diesmal zum Thema „Open Educational Resources“, also zur Frage, wie man offene Online-Ressourcen zum Lehren und Lernen einsetzen kann. Der Kurs trägt den schönen Namen COER13 und wird vom Team von e-teaching.org und weiteren einschlägig bekannten Partnern veranstaltet. Wir dürfen gespannt sein!

www.coer13.de

Start ist erst am 8. April, aber schon jetzt gibt es einen Trailer zur Ankündigung und Einführung ins Thema:

(via netzpolitik.org)

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Das Internet & Gesellschaft Co:llaboratory ist ein interessantes Konstrukt: Irgendwo zwischen Lobbyarbeit, Expertenrat und Think Tank angesiedelt und doch als Format einzigartig. Ursprünglich von Google initiiert, inzwischen aber ein eingetragener Verein, organisieren die Leiter regelmäßige Initiativen zu Themen der gesellschaftlichen Internetnutzung, die später in Arbeitsgruppen (sogenannten Ohus) weitergeführt werden.

Die für die Themen eScience und eLearning sehr spannende 7. Initiative „Lernen in der digitalen Gesellschaft“ geht nun zu Ende und die Expertinnen und Experten laden gemeinsam mit der Hertie-Stiftung zur Abschlusspräsentation nach Berlin ein:

Workshop: Lernen in der digitalen Gesellschaft – offen, vernetzt und integrativ
30.01.2013 | 14:00  – 18:30 Uhr | Hertie School of Governance, Berlin

Das Programm kann auf der Website des Collaboratory abgerufen werden, die Anmeldung ist ebenfalls online möglich. Für alle, die es nicht nach Berlin schaffen, wird ein Livestream der Veranstaltung angeboten.

 

Massive Open Online Courses, kurz MOOCs, sind derzeit eines der großen Themen im Bereich e-Learning. Die New York Times rief das Jahr 2012 als „Year of the MOOC“ aus, die Online Educa widmete ihnen ein Plenum und mehrere Institutionen versuchen, die Hintergründe und aktuellen Diskussionen zu bündeln.

Neu an MOOCs sind zum einen die großen Teilnehmerzahlen (massive), die auch das diadaktische Konzept prägen, zum anderen die Offenheit der Kurse (open), die allerdings je nach MOOC-Konzept unterschiedliches bedeuten kann: Während die einen ihre Materialien vergleichsweise restriktiv auf Online-Plattformen wie Coursera abschirmen, öffnen die anderen nicht nur ihre Materialien, sondern auch die Möglichkeiten der Teilnahme im Sinne des Konnektivismus.

Während alle MOOCs spannende Fragen zur Zukunft der Lehre und der Rolle der Lehrenden aufwerfen (s. z.B. hier), haben vor allem die konnektivistischen Ansätze das Potenzial, die Grenzen zwischen Hochschulen und Öffentlichkeit und zwischen Lehre und Forschung zu verschieben und damit das akademische Lernen grundlegend zu verändern.

Wie sich MOOCs weiter entwickeln, ob aus dem Hype ein nachhaltiger Wandel wird und wie grundlegend dieser Wandel die Hochschulbildung betreffen wird ist zur Zeit zwar noch nicht absehbar, wird aber in vielen Diskussionen und in der Praxis verhandelt. Gestern hat beispielsweise ein deutschsprachiger MOOC begonnen, der die Gestaltung von MOOCs selbst zum Thema hat. der MOOC Maker Course. Sein Thema macht deutlich, dass es bei MOOCs im Moment noch um das Experimentieren mit dem Format geht, nicht um die reine Anwendung. Zumindest im deutschsprachigen Raum nicht, wohingegen in den USA bereits komplette Uni-Kurse in das neue Format übertragen werden. Aber immer wieder (wie auch in Deutschland) sind unter den Teilnehmern neben den Studierenden offenbar auch andere Lehrende, die mal schauen wollen, wie die Kollegen ihre Lehre gestalten. Neben der Qualitätskontrolle entwickelt sich so vielleicht auch ein neues Bewusstsein für die Bedeutung der Lehre und ein Interesse für ihre Gestaltung – gerade mit Blick auf die Nutzung des Internets dabei.

Einige Kolleginnen aus Dresden greifen übrigens den Trend auf und planen zur Zeit einen eigenen MOOC – bzw., regional eingefärbt, einen SOOC, einen „Sächsischen Open Online Course„. Wie der genau aussieht, steht noch nicht fest, der MOOC Maker Course soll dabei helfen, die Pläne in die Tat umzusetzen. Wir dürfen gespannt sein!

 

Nächste Woche findet in Berlin die Online Educa statt, die „18th international conference on technology supported learning & training“. Ich freue mich, dieses Jahr dabei zu sein mit dem Workshop „E-Learning Meets E-Science: Developments, Challenges and Strategies in Higher Education“, den ich zusammen mit Thomas Köhler, Daniela Pscheida und Nina Kahnwald am Freitag, 30. November 2012, 14:30 – 16:00 Uhr gestalten werde.

Beim Workshop wird es neben einem Überblick über eScience und der Bedeutung für die Hochschullehre um drei Schwerpunkte gehen:

  • Welche neuen oder veränderten Praktiken entwickeln sich im Zuge der Veränderungen?
  • Welche Kompetenzen sollten an der Hochschule mit Blick auf eScience vermittelt werden?
  • Mit welchen Strategien können Hochschulen und Wissenschaftler/innen den Herausforderungen begegnen?

Ich bin gespannt, diese Fragen mit den internationalen Experten auf der Online Educa zu diskutieren…