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Archiv für den Monat Oktober 2012

Eigentlich eine ganze Veranstaltungsreihe zu Themen der Nutzung von digitalen und vernetzten Medien in den Geisteswissenschaften: Das an der Universität Leipzig angesiedelte Portal e-humanities.net, auf das ich erst kürzlich auf der Tagung GeNeMe aufmerksam gemacht wurde, informiert über die bereits angelaufene Seminarreihe „Leipzig eHumanities Seminar“ im Wintersemester 2012, veranstaltet von den dort angesiedelten e-Humanities-Forschern der Lehrstühle Natural Language Processing, Image and Signal Processing, Computational Humanities und Digital Humanities (z.T. noch in Gründung). Eingeladen sind Forscher aus Europa und Übersee, die über ihre Arbeiten berichten.

Die Termine im November (jeweils mit Abstracts der Vorträge):

Diego Jiménez-Badillo: A new exploratory method to discover contextual relationships based on relational networks
Stefan Gradmann: Beyond infrastructure! Further Modelling the Scholarly Research and Collaboration Domain
7.11.2012 | 15:15 Uhr | Paulinum der Universität Leipzig, R. P801

Matt Coler: Correlating human sensory experience with physical phenomena using dependency structures, cognitive semantics, and (semi-)automatic linguistic analysis: Bridging the gap between the objective world and subjective reality
Maximilian Schich: The Ecology of Complex Networks in the Arts and Humanities
14.11.2012 | 15:15 Uhr | Paulinum der Universität Leipzig, R. P801

Øyvind Eide: Underspecified, Ambiguous or Formal: Problems in Creating Maps Based on Texts
Mieszko Chowaniec: Quellenforschung: a digital tool for the study of sources
28.11.2012 | 15:15 Uhr | Paulinum der Universität Leipzig, R. P801

Bereits diese Vorträge sind sicher nicht nur für Interessierte aus dem Bereich eHumanities, sondern eScience insgesamt interessant. Weitere Termine finden sich hier: http://www.e-humanities.net/events/2012-ehum-seminar-call.html

Open Access, also der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, scheint mir eins der zentralen und noch immer zu wenig beachteten Themen der wissenschaftlichen Praxis zu sein – gerade in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Die SLUB in Dresden ist eine der Förderinnen von Open Access (u.a. durch die Plattform Qucosa). Sie bietet in der kommenden Woche folgende Veranstaltung an:

Podiumsdiskussion: Open Access an der TU Dresden
22.10.2012 | 17:00 Uhr | SLUB Dresden Zentralbibliothek, Vortragssaal

Die Veranstaltung findet im Rahmen der internationalen Open Access-Aktionswoche statt. Eingeladen auf dem Podium sind Professorinnen und Professoren der TU Dresden aus unterschiedlichen Fakultäten sowie alle Interessierten als Zuhörer/innen und Diskutanten, moderiert wird die Diskussion von Achim Bonte (SLUB). Schön: Wer möchte, kann Fragen / Anregungen auch schon vorab per Mail oder im SLUB-Blog einbringen.

Der Bildungsdiskurs zieht aktuell offenbar weite(r) Kreise, nicht zuletzt angeregt durch Fragen der Nutzung digitaler Medien. Zuletzt berichtete Spiegel Online über zwei Fälle der Nutzung von Laptops und Online-Lernmedien in Schulen in Südkorea und Dänemark.

In der kommenden Woche gibt es in Berlin eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bildung (in) der Zukunft“, bei der Fragen des Einsatzes digitaler Medien in Bildungsprozessen diskutiert werden sollen. Veranstalter ist die Initiative D21, die unter dem Begriff „IKT-Chancendialog“ offenbar noch weitere Veranstaltungen zum Thema „Digitale Gesellschaft“ plant. Anmelden sollte man sich bis zum 12.10.2012 hier.

Initiative D21: IKT-Chancendialog: Bildung (in) der Zukunft
16.10.2012 | 18:30 Uhr | BASE_camp Berlin, Mittelstraße 51-53, 10117 Berlin

weitere Informationen

In Ergänzung zum Hinweis auf die Liste der Top 100 Tools for Learning von Jane Hart möchte ich auf einen aktuellen Beitrag im Software-Verzeichnis des Heise-Verlags verweisen. Dort werden Online-Tools für die Zusammenarbeit kurz vorgestellt. Trotz der etwas eigenwilligen Aufbereitung in Form einer Bilderstrecke (vermutlich „wegen der Übersicht„…) finden sich aktuelle und spannende Tools, neben alten Bekannten wie Doodle, EtherPad oder mixxt sind mir bisher noch nicht bekannte vielversprechende Tools wie Conceptboard (Diagramme/Übersichten), Gliffy (Visualisierungen/Diagramme), minutes.io (grafisch ansprechende Protokolle) oder Goalscape (Visualisierung/Projektmanagement) dabei – leider nicht unbedingt freizu nutzen.

zum Artikel

P.S.: Wer sich für solche Tools zur Online-Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Kontext interessiert, sei auch noch einmal auf die – noch in Entwicklung befindliche – eScience-Plattform des eScience-Forschungsnetzwerks hingewiesen, die zukünftig auch Interessierten außerhalb des Netzwerks zur Verfügung gestellt werden soll: https://escience.htwk-leipzig.de/